Dienstag, 26. September 2017

Warum kleine Hund oft so sind wie sie sind...

Liebe Kunden,

wie viele von euch wissen, bin ich seit einigen Monaten im "Club der XS-Hundehalter". 
Natürlich habe ich privat und als Trainer auch immer wieder mit kleinen Hunden zu tun. Seit ich aber auch privat mit meiner "kleinen Ratte" unterwegs bin, kann ich mich noch mehr in die Welt der kleinen Hunde und auch in die Probleme deren Besitzer hinein versetzen. Vorallem das zusammentreffen mit anderen Hunden und Menschen kann zu vielen Problemen und Missverständnissen führen. 

Kleine Vorwarnung: Dieser Text beinhaltet einen teils ironischen Ton und überspitzte Formulierungen um die Probleme deutlich zu machen...

Problem 1: Andere Hunde
Die müssen das unter sich ausmachen, meiner macht nichts und schließlich ist ihrer ja eine Hündin. Mal ganz davon abgesehen, dass Hunde das eigentlich NIE unter sich ausmachen sollten, da ich als Mensch einen Erziehungs- und Schutzauftrag gegenüber meinem Hund habe, ist es bei so kleinen Hunden auch schlicht und ergreifend gefährlich. 

Kürzlich kam mit ein 35kg Dobermann, ohne Leine und ohne Mensch entgegen. Was genau soll mein 2.3kg Chihuahua da machen? Im Besten Fall Schutz bei mir suchen...

Ich als Besitzer bin hier ganz klar in der Pflicht. Ich muss meinen Hund vor größeren Hunden schützen die für ihn gefährlich sein können. Oft schalten andere Hunde direkt um auf Jagdtrieb und scheuchen den XS Hund über die Wiesen. Spaß hat dieser dabei sicher nicht...

Alternativ trifft man sehr häufig die Fraktion der Tut-Nixe. Selbst wenn ich einen super lieben Labi/Goldi/Schäfer/XYZ habe, wenn dieser körperbetont mit einem so kleinen Hund spielt, dann sind Verletzungen oder schlimmeres quasi vorprogrammiert. 

Die Besitzer des kleinen Hundes müssen sich dann oft auf Diskussionen einlassen wie: Weil sie ihn immer wegnehmen, bellt der auch alles an - oder - der muss das lernen mit großen Hunden klar zu kommen.

Ja, ein kleiner Hund muss lernen mit großen Hunden klar zu kommen aber in einem geschützten(!), sicheren (!) Rahmen und nicht mit jedem beliebigen Vierbeiner den man beim Gassigehen trifft. Außerdem muss auch ein großer Hund lernen mit kleinen Hunden umzugehen, dass kann nämlich nicht jeder Hund von Anfang an...

Und ja, kleine Hunde bellen oft andere Hunde an. Die Ursache liegt auf der Hand. Der Hund hat körperlich keinerlei Optionen sich zur Wehr zu setzen gegen andere Hunde. Sehr kleine Hunde werden oft schon im Welpenalter X-Mal über den Haufen gerannt und irgendwann versuchen sie sich lautstark alle anderen Hunde vom Hals zu halten. Weil sie einfach wissen, dass sie den Kürzeren ziehen, wenn der Hund erst mal bei ihnen ist...

Natürlich gibt es auch kleine Hunde die gerne mit großen Hunden spielen. Allerdings nur, wenn die größeren Hunde sich zum einen so zurücknehmen, dass der kleine Hund auch mal zum Zug kommt und zum anderen in aller Regel mit Hunden, die sie kennen. 
(Unsachliche Anmerkung an dieser Stelle: ich gehe auch nicht im Supermarkt die nächst beste Verkäuferin an der Käsetheke anquatschen und frag sie ob sie gerne meine Probleme hören möchte und mache sie direkt zu meiner besten Freundin...) 

Daher eine Bitte an Hundehalter mit großen Hunden: Nehmt Rücksicht! Beobachtet kritisch, wie euer Hund mit kleinen Hunden umgeht, nehmt ihn ggf. an die Leine und macht zur Not etwas Abstand (das wäre im Übrigen für alle Hundebegegnungen wünschenswert...)

Und ja, wenn ich einen unkontrollierten Hund auf mich zurennen sehe, dann scheue ich mich zur Not auch nicht diesen zu vertreiben und es ist auch keine Schande, seinen XS Hund in dieser Situation zur Not auch auf den Arm zu nehmen um ihn zu schützen (rechnet aber bitte damit, das die fremden Hunde dann an euch hochspringen, da ein Hund auf dem Arm oft noch interessanter ist). 

Die Quintessenz ist, wie so oft, nehmt Rücksicht 

Problem 2: Menschen

Ja ich gebe zu, kleine Hunde sind süß. Sie sind klein, flauschig, haben große Kulleraugen und sind einfach zum verlieben. ABER! dennoch bitte ich jeden trotzdem (wenigstens für 2 Sekunden) seine rosa Brille abzusetzen und zu überlegen, ob man wirklich jeden Hund den man da sieht wild begrabschen muss. Ich wähle hier absichtlich das Wort begrabschen, denn in aller Regel ist es genau das was beim Hund ankommt. Da kommt ein riesiger, fremder Mensch, der sich frontal vor den Hund stellt, sich über ihn beugt und diesem wirr durchs Fell wuschelt, während er den Besitzern erzählt, wie süß der/die Kleine doch ist. Bei meinem 30kg Schäfer Mix ist der Kopf doch auch an und man fragt in aller Regel ob man ihn anfassen darf bevor er 2 Hände im Gesicht hängen hat. 

Erst fragen, dann anfassen 

Das Kontrastprogramm biete hier die Fraktion die kleine Hunde einfach nur für unnütze Wesen an der Leine hält. Ok, das ist ihre Meinung und die ist für mich auch in Ordnung. Was allerdings nicht in Ordnung ist, ist diese Meinung lautstark zu verkünden, Vorurteile wie: die können eh nichts lernen oder ähnliches zu verkünden, seinen Hund einfach weiter rennen lassen weil einem die fremde Ratte egal ist (s. Problem 1). Liebe XS-Hunde "Hasser" ich mag auch nicht alles auf dieser Welt aber das interessiert nicht jeden Fremden auf der Straße. Also dürft ihr diese gerne für euch behalten und einfach weiter eurem Weg folgen....

So - das musste nun alles gesagt werden 

Wer Rücksicht, Anstand und gesunden Menschenverstand mit auf seinen Weg nimmt, der wird deutlich weniger unschöne Zwischenfälle erleben und die Zeit in der Natur mit seinem Vierbeiner deutlich mehr genießen können 


PS: Das Bild oben ist auf einer 12km Wanderung entstanden die der arme kleine Chi mit seinen eigenen 4 winzigen Füßen gehen musste 

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