Donnerstag, 28. Januar 2021

Der Tierschutzhund kommt an oder: Dos & Don´t in den ersten Tagen des neuen Lebens...

Liebe Hundefreunde,
lang ist es her, doch jetzt komme ich endlich mal wieder dazu einen Blog Beitrag zu schreiben.
Viele Hunde die heute bei uns leben kommen aus dem Ausland. Was das für euch und euer neues Familienmitglied bedeutet und wie man diese Zeit "unfallfrei" übersteht, lest ihr im folgenden Text.

Zu Beginn möchte ich euch mitnehmen auf eine kleine Reise: 
Stellt euch vor, wie Mischling XYZ gerade von A nach B trottet auf der Suche nach Futter, ein Auto hält neben ihm an, Fremde packen ihn ein, sperren ihn in einen Käfig und nehmen ihn mit. Sie fahren eine Weile und kommen dann auf ein großes Gelände. Es ist laut, es stinkt, alles ist fremd. Die Einzigen die seine Sprache sprechen, sind die anderen Hunden in den unzähligen Käfigen die dort stehen. Die Fremden sind zwar nett zu ihm aber ihr habt dennoch fürchterliche Angst. Er weiss weder was nun passiert, noch wo er ist. Irgendwann kommt er wieder in einen Käfig, in ein einen Transporter, und er fahrt einen Tag und eine Nacht lang durch. Als die Tür des Transporters wieder aufgeht, stehen da eine Frau, ein Mann und ein Kind. Sie freuen sich, dass ihr Hund endlich da ist, sie versuchen ihn zu streicheln und ihm zu zeigen, dass sie ihn gern haben.

Doch was ist das für den Hund? 
Versteht mich nicht falsch, ich bin überhaupt kein Gegner von Auslandstierschutz - im Gegenteil. Jedoch möchte ich Verständnis schaffen für das, was in unseren Hunden vorgeht wenn sie bei uns ankommen.

Wir haben sie ausgesucht. Wir haben sie reserviert und auf eine große Reise geschickt. Wir freuen uns wenn sie ankommen aber den Hund, den hat keiner gefragt. Er kommt in einer für ihn völlig fremden Welt an und muss sich erst mal zurecht finden. 
In dieser Welt ist er plötzlich Prinz/Prinzessin, er bekommt alles, er hat alles.
In dieser Welt gibt es super viele gruslige Dinge: Autos, Kinder, andere Hunde, Leinen, Geschirre, gelbe Säcke...

In dieser Welt in der für alle körperlichen Probleme gesorgt ist, muss er nun mental zurecht kommen. 
Er benötigt dringend einen Anker, jemanden der ihm in dieser Situation Halt gibt. 

Doch wie gibt man einem Hund Halt?

Einem Hund der vielleicht noch nie in einem Haus war uns bisher unanhängig gelebt hat?
Einem Hund, der noch nie von Menschen abhängig war?

An dieser Stellt möchte ich einen kurzen Exkurs zum Thema seriösen Auslandstierschutz machen:
Meiner Meinung nach sind nur Organisationen empfehlenswert, die sich auch vor Ort engagieren. Egal ob durch Aufklärung in Schulen, Kastrationsaktionen oder oder oder.
Organisationen die mit Dingen werben wie: Noch 3 Tage bis zur Tötung; Ja, das ist traurig und vielleicht sogar die Wahrheit aber es ist nicht seriös.
Solche Vereine spielen mit unseren Emotionen. 
Vereine die Bewerberformulare haben und auf jeden Fall Vor- und evtl. sogar Nachkontrollen machen sind empfehlenswert.
Vereine die möglichst detailierte Beschreibungen über die Hunde machen können und auch sagen, wenn Dinge nicht gehen oder sie etwas nicht wissen (Stichwort: Verträglichkeit mit Katzenm Kindern).
Vereine die nicht auf Grund von einer 2 minütigen Besichtigung in einem Shelter Beschreibungen abgeben und behaupten, dass es total liebe Hunde sind die sich in Deutschland ein zu Hause mit ganz viel Liebe wünschen...
Eine Aufklärung über landestypische Erkrankungen (Stichwort Mittelmeerkrankheiten) sowie die korekte Sicherung eines Auslandshundes sind ebenfalls ein gutes Zeichen. Die Hunde müssen legal, mit so genannter  Traces Papieren eingführt werden, dies ist für eine legale Einfuhr unumgänglich und beeinhaltet unter Anderem, dass die Hunde entsprechend geimpft sind und vor der Abreise nochmals von einem Amtsveterinär untersucht wurden. 
Für Hundeanfänger empfehle ich fast immer (!) sich einen Hund auszusuchen, der bereits hier auf einer Pflegestellt ist, 

 

 

 

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Franziskus Hundeland

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